betterSoil beim Bootcamp in Bukarest
Beim Bootcamp im Impact Hub Bukarest erkundete betterSoil, wie soziale Innovation und nachhaltiges Bodenmanagement die EU-Missionen voranbringen. Die Erfahrung zeigte, wie sektorübergreifende Zusammenarbeit und innovative Lösungen ein gesünderes, widerstandsfähigeres Europa fördern.

Die Social Innovation Mission Facility: Ziel und Vision
Die Social Innovation Mission Facility (SIMF) ist ein europäisches Projekt, das von der EU im Rahmen des Programms Horizon Europe gefördert wird. Unter der Koordination des Centre for Social Innovation (ZSI) in Wien unterstützt SIMF Organisationen dabei, Ideen zu entwickeln, Finanzierungsmöglichkeiten zu finden, Partnerschaften aufzubauen und ihre Kompetenzen zu stärken. Das Projekt konzentriert sich auf alle fünf EU-Missionen: Klimaanpassung, Krebsbekämpfung, klimaneutrale und intelligente Städte, Wiederherstellung der Ozeane und Bodengesundheit.
Vom 7. bis 9. September 2026 brachte SIMF 25 Changemaker aus 13 europäischen Ländern zu einem dreitägigen Cross-Mission Bootcamp im Impact Hub Bukarest in Rumänien zusammen. Ziel des Programms war es, Business Support Organisations (BSOs) und Social Innovation Support Organisations (SISOs) darin zu schulen, vielversprechende Projekte zu erkennen, gezielt zu unterstützen und ihr Wachstum zu fördern. betterSoil nahm nicht nur Unterstützung in Anspruch, sondern brachte eigene praktische Erfahrungen, Methoden, bewährte Verfahren und Erkenntnisse ein. Dabei zeigte das Projekt, wie wissenschaftliches Wissen und lokale landwirtschaftliche Praktiken gemeinsam die Bodengesundheit verbessern und soziale Innovationen für eine größere Wirkung skalieren können.
Wie betterSoil die EU-Missionen verbindet
betterSoil verbindet die EU-Missionen Bodengesundheit und Wiederherstellung der Ozeane, indem es die Wasserkrise direkt an ihrer Quelle bekämpft: auf dem Land. Eine schlechte landwirtschaftliche Bewirtschaftung beeinträchtigt die Wasserqualität erheblich. Werden ausgelaugte Böden intensiv mit chemischen Düngemitteln behandelt, gelangen überschüssige Stickstoffverbindungen durch Regen und Bewässerung ins Grundwasser und in Flüsse. Dies führt zur Eutrophierung. Der Nährstoffüberschuss fördert schädliche Algenblüten, die das Sonnenlicht blockieren und den Sauerstoffgehalt im Wasser verringern. Dadurch werden Fische und marine Ökosysteme gefährdet.
Durch die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung und lokalem Wissen unterstützt betterSoil die Wiederherstellung gesunder Böden, die wie ein natürlicher Schwamm wirken und wertvolle Nährstoffe zurückhalten. So trägt das Projekt dazu bei, den Nährstoffabfluss zu reduzieren, die Wasserqualität zu verbessern und sowohl terrestrische als auch aquatische Ökosysteme zu schützen.
Die Rolle der Smart City für ökologische Nachhaltigkeit
Das Bootcamp brachte 25 Teilnehmende aus ganz Europa zusammen. Das Programm fand täglich von 9 bis 17 Uhr statt und umfasste Diskussionen über soziale Innovation, ökologische Herausforderungen und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit. Zudem wurde die EU-Mission für klimaneutrale und intelligente Städte vorgestellt. Dabei wurde hervorgehoben, wie Smart Cities durch die Reduzierung von CO₂-Emissionen und einen stärkeren Umweltschutz zu einem besseren und nachhaltigeren Europa beitragen können. Die Diskussionen unterstrichen, wie wichtig es ist, ökologische Herausforderungen anzugehen und Hindernisse zu überwinden, um die übergeordneten Ziele der EU-Missionen zu erreichen.
Vernetzung und zukünftige Partnerschaften
Die Veranstaltung thematisierte außerdem, wie Organisationen für soziale Innovation und Innovator:innen Zugang zu europäischen Fördermöglichkeiten erhalten, sich auf Investitionen vorbereiten und die Anforderungen für öffentliche und private Finanzierung erfüllen können. Die Sessions bauten auf sechs Webinaren auf, die zwischen dem 5. Mai und dem 9. Juni stattfanden und Instrumente sowie Ressourcen zu den verschiedenen EU-Missionen vorstellten.
Neben der Finanzierung bot die Veranstaltung Raum für Vernetzung und zukünftige Kooperationen zwischen Teilnehmenden aus verschiedenen Ländern und Sektoren. Für betterSoil umfasste dies erste Gespräche mit A Biota über eine mögliche Partnerschaft, um ergänzende Ansätze zur Förderung von Bodengesundheit und Biodiversität zusammenzuführen und neue Wege zu erkunden, die positive Umweltwirkung beider Initiativen zu verstärken.
Ein Blick in die Zukunft
Das Bootcamp in Bukarest lieferte wertvolle Erkenntnisse darüber, wie soziale Innovation und Zusammenarbeit die Ziele der EU-Missionen voranbringen können. Durch die Verbindung wissenschaftlicher Erkenntnisse mit lokalem Wissen und praktischen Ansätzen setzt sich betterSoil weiterhin für ein nachhaltiges Bodenmanagement ein und unterstreicht die Zusammenhänge zwischen Bodengesundheit, Wasserqualität und umfassendem Umweltschutz.
Die Teilnahme verdeutlichte zudem, wie wichtig es ist, wissenschaftliche Forschung und lokale landwirtschaftliche Traditionen miteinander zu verbinden, um eine langfristige ökologische Wiederherstellung zu ermöglichen. Die während der Veranstaltung geknüpften Kontakte eröffnen darüber hinaus neue Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen.