Neubewertung landwirtschaftlicher Perspektiven angesichts der Klimakrise

Die Auswirkungen des Klimawandels können nicht länger ignoriert werden. Extreme Hitze und schwere Wetterereignisse haben nachteilige Folgen für die öffentlicheGesundheit und die Umwelt insgesamt. Angesichts der zunehmenden Veränderungender gewohnten Wetterverhältnisse müssen wir das Verhältnis zwischen Effizienz und Resilienz bei der Bewertung von Ernteerträgen neu überdenken.

Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernteerträge

Der AR6-Bericht 2023 des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) macht unmissverständlich deutlich, dass die durch die Klimakrise steigenden Temperaturen schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit unseres Planeten und das Wohlergehen der Menschen haben werden. Neben den erheblichen Herausforderungen, die durch immer extremere Wetterereignisse entstehen, stellen die Folgen des Klimawandels für die Landwirtschaft eine ernsthafte Bedrohung für unsere Ressourcen und unsere Wirtschaft dar. Studien gehen davon aus, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der globalen Erwärmung zu Ernteverlusten von mehr als 20 Milliarden US-Dollar pro Jahr führen könnten. Diese Ernteausfälle werden die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln verringern, die Weltwirtschaft belasten und die finanziellen Mittel reduzieren, die Landwirten weltweit zur Verfügung stehen. Landwirte werden die Auswirkungen steigender Temperaturen und zunehmender Niederschläge auf ihre üblichen Erträge unmittelbar spüren und die Risiken extremer Wetterereignisse erkennen. Gleichzeitig ist eine Anpassung unter den derzeitigen Bedingungen schwierig, da ein Umdenken erforderlich ist: Statt ausschließlich den Ertrag zu maximieren, muss die Widerstandsfähigkeit von Kulturpflanzen gegenüber extremen Wetterbedingungen stärker in den Mittelpunkt rücken.

Unsere derzeitige Einstellung zum Pflanzenbau

Traditionell konzentriert sich die Pflanzenproduktion darauf, unter idealen Bedingungen den höchstmöglichen Ertrag zu erzielen, da für Landwirte und andere Akteure hohe Produktionsmengen die besten wirtschaftlichen Ergebnisse versprechen. Der mögliche Ertragsverlust, der mit dem Aufbau widerstandsfähigerer Anbausysteme verbunden sein kann, könnte jedoch dazu führen, dass Landwirte und Investoren diesen Weg meiden. Stattdessen wird häufig der kurzfristige Gewinn maximiert und die unmittelbaren Kosten einer Umstellung werden vermieden. Darüber hinaus fällt es vielen leichter, sich auf Faktoren zu konzentrieren, die besser kontrollierbar sind als extreme Wetterveränderungen. Obwohl Landwirtschaft grundsätzlich vom Wetter abhängig ist, bestimmt die persönliche Erfahrung häufig, wie groß die wahrgenommene Bedrohung durch die Klimakrise ist. In einigen Regionen können extreme Wetterbedingungen die Produktion sogar kurzfristig begünstigen, weshalb Studien über die negativen Auswirkungen dort möglicherweise weniger Beachtung finden. Dennoch machen die wissenschaftlichen Erkenntnisse über zunehmend intensivere Hitzewellen, stärkere Niederschläge und ein erhöhtes Sturmrisiko deutlich, dass wir unsere landwirtschaftlichen Praktiken überdenken und die Widerstandsfähigkeit unserer Kulturpflanzen künftig stärker berücksichtigen müssen.

Ein Perspektivwechsel

In der Landwirtschaft zeichnet sich bereits ein Wandel der Denkweise ab. Bei betterSoil setzen wir uns für die Bedeutung gesunder Böden ein und fördern das Verständnis für die langfristigen Vorteile, die sich aus ihrer Integration in landwirtschaftliche Praktiken ergeben. Ebenso wichtig ist es, die Widerstandsfähigkeit von Kulturpflanzen gegenüber den Folgen des Klimawandels zu berücksichtigen. Es ist offensichtlich, dass extreme Wetterereignisse auch künftig unseren Planeten und unsere landwirtschaftlichen Systeme beeinflussen werden. Durch die Förderung klimaresistenter Pflanzen können langfristige Vorteile sowohl für die Landwirtschaft als auch für die Umwelt erzielt werden. Die Anpassung an diese Herausforderungen ermöglicht einen flexiblen Umgang mit sich verändernden Wetterbedingungen und kann langfristig wirtschaftlicher sein. Die Priorisierung nachhaltiger Produktivität wird von Landwirten und anderen Akteuren zunehmend unterstützt und führt zu Investitionen in Infrastruktur sowie zur Förderung der Biodiversität. Unabhängig davon, ob diese Veränderungen klimabedingt sind oder andere Ursachen haben, nutzen sie moderne wissenschaftliche Erkenntnisse, um auch in einer sich wandelnden Welt nachhaltige und zukunftsfähige Anbaumethoden sicherzustellen.

Veränderungen können auf persönlicher Ebene beginnen

Ein wichtiger Aspekt bei der Anpassung landwirtschaftlicher Praktiken an den Klimawandel ist die unterschiedliche Größenordnung landwirtschaftlicher Betriebe. Größere Betriebe mit höheren Einkommen können sich in der Regel wesentlich leichter an neue Bedingungen anpassen als kleinere Betriebe mit geringeren Erträgen. Zahlreiche Hindernisse können es erschweren, größere Maßnahmen zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von Kulturpflanzen umzusetzen und den Herausforderungen extremer Wetterereignisse wirksam zu begegnen. Dennoch gibt es auch im kleineren Maßstab Möglichkeiten zu handeln. Sowohl lokale als auch internationale Forschung kann wertvolle Erkenntnisse liefern, und der Austausch von Erfahrungen zwischen Landwirten trägt dazu bei, erfolgreiche Anpassungsstrategien zu verbreiten. Darüber hinaus ist die Förderung der Bodengesundheit eine nachhaltige Möglichkeit, Erträge zu steigern und gleichzeitig Kosten zu senken. Gesunde Böden benötigen weniger chemische Behandlungen, die zum Klimawandel und damit zu häufigeren extremen Wetterereignissen beitragen. Eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung verbessert die Bodenfruchtbarkeit, verringert die Freisetzung schädlicher Gase in die Atmosphäre und unterstützt eine langfristig nachhaltige landwirtschaftliche Produktion.

Fazit

Die Klimakrise wird weiterhin schwerwiegende Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Gesundheit unseres Planeten haben. Dennoch gibt es Möglichkeiten, sich anzupassen und die Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Systeme zu stärken. Es wird immer wichtiger, die eigenen landwirtschaftlichen Praktiken an die zunehmenden extremen Wetterereignisse anzupassen und wissenschaftliche Erkenntnisse zu nutzen, um die negativen Auswirkungen unseres Handelns zu verringern. Überlegen Sie, wie Sie Ihren Betrieb an den Klimawandel anpassen können, und teilen Sie diesen Artikel mit Menschen, die von diesem Wissen profitieren können.

Literaturverzeichnis

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